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IFA 2012: Erweiterung der Realität

by schaltzeit, 7. September 2012

Am letzten Tag der Internationalen Funkausstellung spülte es neben nochmals vielen Privat- und Fachbesuchern auch die Schaltzeit auf einen Besuch in die Messehallen der IFA. Was während des Besuches besonders auffiel ist, dass das ganze Leben immer mobiler wird und eine zusätzliche Ebene bekommt. Ob Mobile TV oder schnelleres mobiles Internet mit der neuen LTE-Technik, die jetzt schon in ländlichen Regionen viel besser ausgebaut ist als zum Beispiel DSL. Nicht nur dass überall riesige 3D Fernseher zu bestaunen waren, die den Besuchern überraschte Blicke und Laute entlockten, auch die Realität soll sich in Zukunft virtuell erweitern. Im selben Zuge machen die Technologien alles viel einfacher, von der Autosuche bis zum Ausmessen von Räumen und Gegenständen.

Die Telekom Innovation Laboratories zum Beispiel erstellen mit den Möglichkeiten der Augmented Reality und Bilderkennung Anwendungen, die neben Partyspaß und Facebookverlinkungen auch einen sinnvollen Nutzen bringen. Grundvoraussetzung für solche Apps sind leistungsstarke Smartphones, wie sie mittlerweile weit verbreitet sind. So machen sie in Zusammenarbeit mit AutoScout24 eine visuelle Angebotssuche möglich, bei der man jederzeit ein Auto, das gefällt, abfotografieren kann und die App dann automatisch nach Angeboten für genau dieses Modell sucht.

Die zweite App, die sich die Augmented Reality zu Nutzen macht, hilft bei der Wohnungseinrichtung. Hatten wir uns früher noch – wenn wir gut waren – mit einem Blatt Papier und kleinen geschätzt-maßstabsgetreuen Papierschnipseln die neue Einrichtung zusammengelegt, geht es heute mithilfe eines Smartphones schon bedeutend einfacher. Alles, was man dazu braucht, ist die App “Happy Measure” und den dazugehörigen, auf ein A4-Blatt gedruckten QR-Code. Legt man diesen dann auf oder neben das zu vermessende Möbelstück, kann die App mit der Handykamera das Bild scannen und entwirft ein 3D-Modell. Das wiederholt man einfach mit allen Möbeln, die in das Zimmer sollen. Legt man später den QR-Code in einen anderen Raum, scannt ihn mit der Kamera und ruft die gespeicherten Modelle auf, ist es möglich die Möbel virtuell im Raum zu verteilen und zu testen, wie ihre Aufteilung wirkt. Mit etwas mehr Geduld und weiteren Bildern eines Gegenstandes aus verschiedenen Perspektiven kann die App sogar die Oberfläche erfassen. Die Frage, ob das blaue Sofa auch zu den grünen Vorhängen passt, lässt sich so ganz einfach beantworten.

Andere Themenschwerpunkte der IFA waren grüne Technologien oder wie man persönlich dazu beitragen kann CO2 zu sparen. Es gab viele Varianten an kleinen, portablen Solarzellen, ob direkt an der Kleidung als Teil der Wearable Technologies, am Rucksack befestigt oder einzeln in der Größe eines iPads, mit denen man gleich eine Powerbank als Akkureserve laden kann.

RH